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Flaniervergnügen: Ein Spaziergang durch die Karlsruher Oststadt

meinKA Ausflugstipp Flaniervergnügen: Ein Spaziergang durch die Karlsruher Oststadt

Redaktionstipp
Quelle: Pixabay

Raus an die frische Luft und die eigene Stadt erkunden: Karlsruhe hat viele interessante Ecken, die Einige noch nicht kennen oder vielleicht schon lange nicht mehr besucht haben. Ein schöner Spaziergang durch die Fächerstadt eignet sich hierfür perfekt!

Spazierend die Karlsruher Oststadt entdecken

Die Oststadt befindet sich, wie der Name schon vermuten lässt, im Osten Karlsruhes. Über 23.500 Einwohner leben auf den rund 519 Hektar des Stadtteils, der viele sehenswerte Highlights bietet. Für alle die gerne einmal durch die Oststadt flanieren möchten, hat meinKA einen Routenvorschlag zusammengestellt.

Der Spaziergang kann als Rundweg absolviert werden und verläuft über mehrere Stationen. An welchem Punkt das Flaniervergnügen begonnen wird, ist also irrelevant und frei wählbar.

 

Karlsruher Messplatz & Alter Schlachthof

Der Messplatz an der Durlacher Allee kennen die meisten Karlsruher: Riesenrad, Events, Autokino oder Flohmärkte finden hier gerne statt. Direkt an den Messplatz grenzt das Areal des Alten Schlachthofes. Hier tummelt sich nicht nur eine große Start-up-Szene, sondern auch viele kulturelle Einrichtungen, wie das Tollhaus oder das Substage.

Besonders bemerkenswert: Bis heute ist der Grundaufbau des damaligen Schlachthofes erhalten und die Gebäude existieren nach wie vor in ihrer Grundstruktur mit der charakteristischen Sandsteinfassade. Zur Schlachtung werden diese schon lange nicht mehr genutzt aber sehenswert sind sie auf alle Fälle!

 

Alter Schlachthof

Alter Schlachthof | Quelle: Thomas Riedel

 

Otto-Dullenkopf-Park & Schloss Gottesaue

Vom Alten Schlachthof aus sind es nur wenige Gehminuten zum Otto-Dullenkopf-Park. Neben einer großen Grünfläche, wird dank eines „Funparks“, eines Basketball-Feldes, einer Skateranlage und eines Bolzplatzes, viel Freizeitspaß geboten.

Direkt am Otto-Dullenkopf-Park wartet dann der nächste „Hingucker“: Das Schloss Gottesaue ist ein beliebtes Fotomotiv und außerdem Teil der Hochschule für Musik Karlsruhe. Das Renaissance-Schloss wurde in seiner Vergangenheit mehrfach zerstört und wiederaufgebaut und befindet sich auf dem Areal einer ehemaligen Benediktinerabtei.

 

Das Schloss Gottesaue in der Oststadt.

Das Schloss Gottesaue in der Oststadt. | Quelle: Thomas Riedel

 

Alter Friedhof & Großherzogliche Grabkapelle

Weiter nach Westen gehend, beispielsweise über die Frühlingstraße, wird eine weitere Sehenswürdigkeit in der Oststadt erreicht. Der städtische Alte Friedhof von Karlsruhe wurde von 1781 bis 1822 als Begräbnisstätte genutzt und liegt südöstlich der Kapellenstraße. Am östlichen Ende schließt sich außerdem der alte jüdische Friedhof von Karlsruhe an.

Der Alte Friedhof besteht heute noch aus den Überresten einzelner Kulturdenkmäler und einigen Grabstätten, der einstigen Kapelle sowie einer Gruftenhalle und Denkmälern. Wer nun möchte, kann den Spaziergang entlang des Adenauerrings fortsetzen und auf Höhe der Lärchenallee nach rechts abbiegen.

Hier im Hardtwald angekommen, wartet die imposante Großherzogliche Grabkapelle. Sie gilt als eines der wichtigsten Monumente badischer Geschichte – denn 17 Mitglieder des Hauses Baden sind hier bestattet, darunter alle seit 1830 verstorbenen Großherzöge. Figuren Fialen, Wasserspeier und Drachen­figuren zieren die Außenfassade des Gebäudes und beeindrucken wohl jeden Betrachter.

 

Die beeindruckende Karlsruher Grabkapelle.

Großherzogliche Grabkapelle Karlsruhe | Quelle: Thomas Riedel

 

Hauptfriedhof, Burghof & Gottesauer Platz

Über den Klosterweg und die Hagsfelder Allee führt der Oststadt-Spaziergang weiter zum Karlsruher Hauptfriedhof. Hier gibt es nicht nur weitere historisch-sehenswerte Höhepunkte zu entdecken. Denn der rund 35 Hektar große Karlsruher Hauptfriedhof gilt als einer der ältesten deutschen kommunalen Parkfriedhöfe. Unzählige Bäume, Pflanzen und Skulpturen verleihen dem Friedhof einen parkähnlichen Charakter und verwandeln die Ruhestätte in eine grüne Oase.

 

Hauptfriedhof Karlsruhe | Quelle: Thomas Riedel

 

Burghof & Wochenmarkt entdecken

Doch Karlsruhes Historie hat nicht nur Schlösser und Friedhöfe zu bieten, sondern auch eine ganz besondere Burg. Die an den Hauptfriedhof verlaufende Haid-und-Neu-Straße führt den Rundweg direkt an die „Hoepfner-Burg“ der Privatbrauerei Hoepfner. Zwischen 1896 und 1898 wurde die „Hoepfner-Burg“ nach dem Vorbild des Schlosses Neuschwanstein erbaut.

Wer seinen Weg hier weiter fortsetzt, erreicht innerhalb kurzer Zeit später den Karls-Wilhelm-Platz und die Georg-Friedrich-Straße. Diese führt auf direktem Wege zur Lutherkirche und dem Gottesauer Platz. Hier findet immer montags, mittwochs und freitags ab 07:30 Uhr ein Wochenmarkt statt. Da der Gottesauer Platz an der Durlacher Allee liegt, kann der Oststadt-Rundweg nun innerhalb weniger Gehminuten und dem Erreichen des Alten Schlachthofes, abgeschlossen werden.

 

Die Hoepfnerburg in der Karlsruher Oststadt Hoepfner Burg

Die Hoepfnerburg in der Karlsruher Oststadt. | Quelle: Peter Eich

 

Der Karlsruher Oststadt-Spaziergang auf der Karte

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