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Radrouten rund um die Fächerstadt
Radtouren Karlsruhe – auf zwei Rädern die Region genießen

Radrouten rund um die Fächerstadt Radtouren Karlsruhe – auf zwei Rädern die Region genießen

Redaktionstipp
Quelle: Pixabay

Mit ihrer Lage direkt am Rhein und vor den Toren des Schwarzwalds, ist die Fächerstadt eine ideale Umgebung zum Radfahren. meinKA hat fünf schöne Fahrrad-Touren mit unterschiedlichen Reizen und Schwierigkeitsgraden getestet und stellt sie hier vor.

Radeln am Rhein oder doch die Hügel der Region erklimmen: In Karlsruhe und Umgebung herrschen ideale Bedingungen für eine Radtour. Glauben Sie nicht? meinKA hat fünf Routen ausgearbeitet, die besonders sehens- und erfahrenswert sind. Sämtliche Strecken führen an reizvollen Stellen vorbei – seien es Aussichtspunkte, Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe oder einem Ort zur Einkehr. Die Vorschläge sind als ganztägige Radtouren in Karlsruhe zu sehen, müssen aber nicht in einem Stück durchgefahren werden. Start- und Zielpunkt ist jeweils der Platz hinter dem Karlsruher Hauptbahnhof. Dieser ist ideal mit Bus und Bahn oder mit dem Auto zu erreichen, falls man nicht schon vor Beginn der Tour Kilometern sammeln möchte.

Radrouten auf komoot

Die angegeben Routen werden auf dem Routenplaner „komoot“ angezeigt. Durch einen Klick auf „Ansehen“ gelangt man auf eine Übersichtsseite, wo einzelne Stationen der Tour genauer beschrieben werden. Dies ist auch kostenfrei möglich. Die Routen können auch auf das Handy an eine App des Anbieters übertragen werden. Auch die App ist grundsätzlich kostenfrei. Eine Gebühr wird allerdings dafür verlangt, dass das Kartenmaterial für die entsprechende Region freigeschaltet wird. Die erste Region ist dabei kostenfrei – wer sich also die Routen rund um Karlsruhe auf dem Handy anzeigen lassen will, muss sich nur auf dem Portal registrieren. Für weitere Regionen fallen allerdings weitere Kosten an.

Biergarten-Radtour in Karlsruhe

Mit dem Ziel vor Augen ein kühles Bier zu genießen, radelt es sich gleich viel besser. Die erste Route führt daher nicht nur zu einem, sondern gleich zu vier Biergärten in Karlsruhe – wo natürlich auch jedes andere Erfrischungsgetränk genossen werden kann – denn wie auch beim Autofahren, sollten es auch Radfahrer mit dem Alkohol nicht übertreiben. Nach dem Start am Hauptbahnhof Karlsruhe, führt diese Tour durch die Innenstadt in Richtung Knielingen. Dort ist das Brauhaus 2.0 zu finden, nach eigenen Angaben ein Upgrade der traditionellen Gasthausbrauerei. Das Bier wird im eigenen Sudhaus gebraut und im Biergarten ausgeschenkt.

 

brauhaus2.0-Karlsruhe

Das Brauhaus 2.0 in Knielingen | Quelle: Eric Reiff

 

Weiter geht die Radtour dann in Richtung Rhein und in südlicher Richtung entlang des Flusses – bis zum Hofgut Maxau. Hier kommen Freunde der deftigen badischen Küche auf ihre Kosten. Im dortigen Restaurant können Steakspezialitäten vom Angusrind und Leckeres vom Landschwein genossen werden – immer mit Blick auf den Rhein. Aus dem Zapfhahn kommt das in Karlsruhe gebraute Hatz.

Weiter geht es dann zu einem der bekanntesten Badeseen rund um Karlsruhe: der Epplesee. Natürlich bietet es sich hier an, auch in das kühle Nass zu springen, bevor es wieder auf den Sattel geht.  Am Seeufer befindet sich ein Biergarten mit dem passenden Namen Seegugger. Ausgeschenkt an die durstigen Kehlen wird hier unter anderem Hoepfner-Bier.

Nach dem Epplesee wartet noch eine weitere Station bei dieser Tour auf die Radfahrer: In Ettlingen gibt es noch einen weiteren schönen Biergarten, denn hier befindet sich eines von drei Vogel Hausbrauhäusern in der Region. Das Bier wird in den beiden Sudkesseln gebraut. Je nach Saison gibt es passende Spezialbiere. Übrigens: Wer eine Biergarten-Tour von einem Vogelbräu zum nächsten machen will, findet in den Lokalen kleine Karten mit der Route. Und wer dann in jeder Station einkehrt und der Bedingung sagt, dass man sich gerade auf der Tour de Vogel befindet, bekommt an der letzten Station ein Gratis-Getränk! Nach dem Tourstopp in Ettlingen führt der Weg wieder zurück zum Hauptbahnhof und damit zum Startpunkt.

 

Bier gibt es im Vogelbräu Durlach.

Bier gibt es auch im Vogelbräu Durlach. | Quelle: Thomas Riedel

 

Die Tour in der Übersicht:

 

 

Radtour zu den Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe

Karlsruhe, die Fächerstadt. Aber warum heißt sie eigentlich Fächerstadt – und was hat Karlsruhe so alles zu bieten? Diese Radtour in Karlsruhe führt vorbei an den großen Sehenswürdigkeiten. Nicht nur für Touristen ist die Fahrt eine Entdeckungstour durch die Stadt, auch Einheimische können so manche Ecke (wieder-)entdecken. Die Radtour ist vergleichsweise kurz gehalten, damit ausreichend Zeit bleibt, bei der ein oder anderen Station auch etwas länger zu verweilen.

Los geht es wieder am Hauptbahnhof Karlsruhe. Von dort geht die Fahrt zunächst durch Beiertheim und dann in die Südweststadt. Dort startet die Tour mit ihrem kulturellen Teil: Das ZKM – Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe will die Besucher dazu einladen, sich mit der digitalen und der analogen Welt der Kunst auseinander zu setzen. Nach dem Museums-Besuch geht es raus in die Natur – auch wenn diese mitten in der Stadt zu finden ist.

 

Die Bibliothek im ZKM Karlsruhe.

ZKM Karlsruhe | Quelle: Thomas Riedel

 

Kurze Zeit später wird der Botanische Garten Karlsruhe erreicht. Er bildet einen Eingang zum ehemaligen badischen Residenz-Sitz. Bis heute ist sie die grüne Oase, unweit des Karlsruher Schlosses. Die Pflanzen und die ruhige Umgebung laden zum kurzen Verweilen ein, bevor die Tour weiter geht. Es wird durch den Schlossgarten geradelt, bis das Karlsruher Schloss selbst erreicht wird.  Der frühere Wohnsitz des Markgrafen Karl Wilhelm ist heute die Heimat des Badischen Landesmuseums. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall – doch wer gleich wieder weiter ziehen möchte, sollte zumindest ein Bild von diesem herrschaftlichen Schloss machen!

 

Der Botanische Garten Karlsruhe.

Der Botanische Garten in Karlsruhe. | Quelle: Thomas Riedel

 

Wer vor dem Schloss steht, kann erahnen, warum Karlsruhe auch als Fächerstadt bezeichnet wird: 32 Straßen und Alleen führten mal zum Schloss – von oben dann der Mittelpunkt der Strahlen. Auf einem der solchen Fächerstraße – zumindest für eine kurze Strecke – geht die Tour dann weiter. Der Weg führt in Richtung Kaiserstraße, der Fußgängerzone von Karlsruhe, hin zum Marktplatz. Dort steht die Karlsruher Pyramide, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Hier liegt der Stadtgründer Karl Wilhelm begraben.

Parallel zur Fußgängerzone führt die Tour dann weiter in Richtung Osten, vorbei am Karlsruher Institut für Technologie und auf die Durlacher Allee. Nun beginnt ein etwas anstrengenderes Stück der Radtour. Die Route führt nach Durlach, der Mutter von Karlsruhe. Hier lebte Karl Wilhelm, bevor er die Fächerstadt gründete. Mit der Karlsburg kann ein weiteres, bedeutendes Gebäude der Karlsruher Stadtgeschichte begutachtet werden. Es folgt die Bergetappe, auf den Turmberg, den Hausberg von Karlsruhe. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über die Stadt und kann bei gutem Wetter sogar bis zu den Vogesen in Frankreich sehen.

 

Aussichtsterrasse Karlsruhe-Durlach, Turmberg

 

Anschließend geht es wieder herunter in den Rheingraben und zu einem tierischen Highlight – dem Wildgehege, zwischen Durlach und Wolfartsweier. Mit etwas Glück können dort unter anderem Rehe beobachtet werden. Weiter durch die Natur führt der Weg quer durch den Oberwald, bevor die Tour wieder am Hauptbahnhof und damit am Ende ankommt.

Die Tour in der Übersicht:

 

 

Radtour in den Schwarzwald

Ein wenig Schwarzwald-Luft lässt sich bei der Karlsruher Radtour nach Marxzell schnuppern. Denn gleich hinter der Fächerstadt beginnt der rund 200 Kilometer lange Schwarzwald, der sich bis hinter Freiburg erstreckt. Eine Schwarzwald-Durchquerung ist für einen Tag selbstverständlich viel zu viel. Mit dieser Route von meinKA lässt sich aber schon ein guter Eindruck gewinnen, was die Natur im Schwarzwald zu bieten hat.

Start- und Zielpunkt ist wieder der Hauptbahnhof Karlsruhe, von wo es dann auch schon gleich direkt in die Natur geht – genauer gesagt in den Oberwald. Nach einem Abstecher zum Wildgehge, einer Außenstelle des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe, geht es weiter in Richtung der Bergdörfer von Karlsruhe. Bei Grünwettersbach bietet sich eine kurze Pause an, um kurz auszuruhen und den Blick über die Fächerstadt schweifen zu lassen.

 

Im Tierpark Oberwald gibt es ebenfalls viel zu entdecken.

Im Tierpark Oberwald gibt es viel zu entdecken. | Quelle: Stadt Karlsruhe

 

Viel Zeit sollte man sich allerdings nicht nehmen, denn es folgt ein stetiger Aufstieg, immer an der Alb entlang, in Richtung Marxzell. Mit welchen Transportmöglichkeiten man sonst noch in Richtung Schwarzwald hätte fahren können, zeigt das Fahrzeugmuseum in Marxzell. Dort sind auf rund 3.600 Quadratmetern Fläche Autos, Motorräder, Traktoren und Feuerwehrfahrzeuge aus den unterschiedlichsten Jahrzehnten gesammelt. Wer noch besonders viel Kraft in den Beinen hat, kann ab hier die Tour in Richtung Bad Herrenalb verlängern – ebenfalls ein sehr sehenswerter Kurort!

Doch mit einer Gesamtlänge von rund 44 Kilometern ist auch diese vorgestellte Route nicht zu unterschätzen. Den Wegweisern in Richtung Ettlingen folgend, geht es zunächst etwas zunächst noch etwas bergauf, bevor die Abfahrt ins tiefer gelegene Karlsruhe ansteht. In Ettlingen bietet sich eine Stärkung für die finalen Kilometer an – zum Beispiel in der Eisdiele vor dem Schloss. Von dort führt die Route dann geradewegs wieder zurück zum Karlsruher Hauptbahnhof.

Die Tour in der Übersicht:

 

 

Radtour ins Kraichgau

Das Kraichgau ist auch bekannt als das Land der 1.000 Hügel und auf einen dieser Hügel führt diese Radtour. Statt in Richtung Süden zum Schwarzwald, geht es nun in Richtung Norden. Auch wenn der Name der Region anders vermuten lässt, ist diese Tour eher wenig hügelig, sondern grundsätzlich sehr flach. Erst mit dem Aufstieg auf den Michaelsberg geht es etwas steiler zu.

Aber der Reihe nach: Die Tour startet hinter dem Karlsruher Hauptbahnhof. Die Tour geht dann vorbei an Durlach und Grötzingen in den Landkreis Karlsruhe. Dort führt der Weg vorbei an Weingarten bis nach Untergrombach. Über einige Serpentinen führt der Weg dann auf die Spitze des Michaelsbergs, von wo aus auf die Rheinebene geblickt werden kann. Auf dem Gipfel erwartet die Radfahrer nicht nur die Aussicht, sondern auch eine kleine Kirche und das griechische Restaurant Schäfer’s.

 

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Die Aussicht vom Michaelsberg in Untergrombach. | Quelle: Schlosser Fotografie

 

Im Anschluss geht es wieder hinunter ins Tal. Wer seine Badehose oder -anzug dabei hat, kann in den See nahe Untergrombach springen – der Baggersee Metzgerallmend. Natürlich darf auch ein Eis bei einer gelungenen Sommertour nicht fehlen. Um dem Ziel ein Stückchen näher zu kommen, werden auch hier zunächst einige Kilometer zurückgelegt. Ab Stutensee führt der Weg schnurgerade durch den Hardtwald, durch den Schlossgarten und vorbei am Badischen Landesmuseum, bis ins das Herz der Fächerstadt. Parallel zum Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe geht es dann zurück zum Ausgangsort, dem Karlsruher Hauptbahnhof.

 

Die Tour in der Übersicht:

 

Radtour zum Rhein und über die Fähre

Auch wenn der Rhein Karlsruhe nur am Rande berührt, ist der Fluss dennoch ein wichtiger Teil der Stadt. Warum dann nicht auch dieser besonders reizvollen Gegend einen Besuch abstatten? Möglich ist dies selbstverständlich auch mit dem Fahrrad – meinKA hat eine Strecke zusammengestellt. Der Startpunkt ist hinter dem Hauptbahnhof Karlsruhe zu finden. Die Fahrt beginnt mit einer der schönsten Parkanlagen in Karlsruhe – der Günther-Klotz-Anlage.

 

Die Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe.

Die Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe. | Quelle: Peter Eich

 

Der Weg führt immer entlang der Alb, bis die Radfahrer die Hafenbecken des Karlsruher Rheinhafens erreichen. In nördlicher Richtung führt der Weg dann zwischen Knielinger See und Rhein bis zur Rheinbrücke bei Maxau. Hier wird dann die Seite gewechselt, um dann auf der Pfälzer Rheinseite den Weg in Richtung Süden fortzusetzen. Diese Tour verläuft zu großen Teilen in der Natur, fernab von Hauptstraßen. Nach rund zehn Kilometern erreicht man die kleine Rheinfähre zwischen Neuburg am Rhein und Neuburgweiher. Durch die Rheinniederungen geht es wieder zurück in Richtung Karlsruhe. Nach der ganzen Anstrengung darf eine Abkühlung in Form eines Eisbechers natürlich nicht fehlen: Die Eis-Oma liegt direkt auf dem Weg zurück zum Karlsruher Hauptbahnhof.

 

Die Tour in der Übersicht:

 

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